Architektur, die Grenzen verschwimmen lässt
Back to nature – nach diesem Motto baut man heute. Nicht allein in Bezug auf die Verwendung ökologischer Energieressourcen wie Sonne, Wind und Erdwärme, sondern auch als Gestaltungselement. Beides lässt sich hervorragend miteinander kombinieren. So können große Verglasungen die Landschaft als Teil der Einrichtung ins Haus holen und gleichzeitig kostenlos für Licht und Wärme im Haus sorgen, natürliche Baustoffe wie Ziegel, Holz oder Lehm verfügen über hervorragende Dämmeigenschaften und sorgen für ein gesundes und wohnliches Ambiente in den Räumen. Aber auch mit Glas, Beton und anderen modernen Bauelementen lassen sich sehr interessante und individuelle Lebensräume schaffen, die sich in die Natur integrieren oder die Natur in sie integrieren.
In diesem Blog wollen wir zahlreiche Bau- und Wohnbeispiele zeigen, wie man sich beim Hausbau und bei der Raumgestaltung an der Natur orientieren und sie als Teil des Wohnraumes und zur Steigerung der Energieeffizienz verwenden kann. Dabei werden sowohl Modelle der modernen Architektur als auch der Beispiele aus der klassischen und historischen Bauweise vorgestellt, deren Elemente sich auch gut miteinander verbinden lassen.
Ein sehr schönes Beispiel ist z. B. die japanische Architektur, in der durch verschiebbare Wände sowohl außen als auch innen, die Größe und Anzahl der Wohnräume nach Belieben verändert werden kann. Oder die antike römische oder persische Architektur, wo die Wohnräume um einen offenen begrünten Innenhof angelegt sind, sodass man auch mitten in der Stadt aus jedem Raum den Ausblick ins Grüne und eine ungestörte Privatsphäre genießen kann.
Lichthöfe, bewegliche Wände, Dachgärten, begrünte Fassaden und andere Bauelemente sind also keine Erfindung der Neuzeit, sie waren schon immer Bestandteil der Architektur im Sehnen der Menschen nach behaglichen und natürlichen Lebensräumen, in denen Wände keine eingrenzende oder trennende, sondern eine tragende, verbindende und gestalterische Aufgabe besitzen.
0